Grüne fordern Schlussstrich der Münchner Olympiabewerbung
Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Staatsregierung dazu auf, bei ihrer Ankündigung zu bleiben, keine weiteren Steuergelder in die Münchner Olympia-Bewerbung 2018 zu stecken. „Es dürfen auch keine weiteren öffentliche Darlehen oder öffentliche Gelder in die Bewerbung fließen“, erklärt der klima- und energiepolitische Sprecher Ludwig Hartmann. „Es sind weder weitere Sponsoren in Sicht, noch eine verbreitete Olympia-Begeisterung in den betroffenen Regionen, dafür fehlende Gelder und fehlende Nachhaltigkeit.“ Laut Geschäftsführer Willi Bogner sollen nun die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bereits in der Frühphase der Bewerbungen für Fehlbeträge in Millionenhöhe aufkommen, das sei, gerade in Zeiten, wo überall nach Einsparmöglichkeiten gesucht werde, nicht hinnehmbar. „Die Bewerbergesellschaft hat sich an allen Enden und Ecken verrannt. Es ist an der Zeit endlich aufzuwachen und einen Schlussstrich zu ziehen für Olympia 2018.“
Ludwig Hartmann verweist hier außer auf drohende ökologische wie ökonomische Schäden in der sensiblen Alpenregion um Garmisch-Partenkirchen auch auf den Widerstand in den betroffenen Regionen. Nach dem Widerstand in Oberammergau würden nun auch die GrundstücksbesitzerInnen, Bäuerinnen und Bauern in Garmisch-Partenkirchen Sturm laufen.

Ein Kommentar
Ich möchte meinen Vorschlag an das IOC bezüglich des Austragsorts von Olympischen Winterspielen von vor 20 Jahren wiederholen: Wählt im Sinne des Umweltschutzes einen permanenten Austragungsort, z.B. Innsbruck, wo schon alle Einrichtungen vorhanden sind und nichts mehr gebaut werden muss.
Albertville, Austragungsort der Winterspiele 1992, ist ein schreckliches Mahnmal für Umweltzerstörung !